Fotogalerie Kaffenkähne und Puddingberge im Werbellinsee

Direkt zur Diashow

Kaffenkahn Wrack
Eines der Kaffenkahnwracks bei Kap Horn im Werbellinsee

Im Dezember 2016 sind Jürgen und ich zu den Kaffenkähnen und Puddingberge im Werbellinsee abgetaucht. Wir haben vier Tauchgänge an den Tauchplätzen Dornbusch, Märchenwiese und Kap Horn gemacht. Für die Suche einiger Wracks und der Puddingberge haben wir unsere Scooter mitgenommen.
Bei guter Sicht konnten wir einige Fotos und Videos aufnehmen. Diese Fotoshow zeigt eine kleine Auswahl unserer Unterwasseraufnahmen.

Die Wracks der Kaffenkähne im Werbellinsee


Wir haben das Jahr 2016 mit einigen Tauchgängen im Werbellinsee ausklingen lassen. Geplant waren vier Tauchgänge an den Tauchplätzen Dornbusch, Märchenwiese / Puddingberge und Kap Horn. Für die Suche einiger Wracks und der Puddingberge haben Jürgen und ich die Scooter mitgenommen.

Dornbuschwrack

Dornbuschwrack
Kaffe des Wracks am Dornbusch im Werbellinsee

Auftakt war ein Tauchgang zum Wrack am Dornbusch. Wir hatten uns mit Frank aus Ludwigslust und seinen Berliner Tauchern verabredet, um genauere Informationen für unsere anderen geplanten Tauchgänge zu bekommen.

Maststuhl Kaffenkahn
Maststuhl des Wracks am Dornbusch im Werbellinsee

An der, mit Dornenbüschen bewachsenen Landspitze, sind wir links ins Wasser gestiegen. Ein Bieber hatte einige Bäume angenagt, die gerade von Holzfällern zu Kleinholz verarbeitet wurden. Kaum war der Kopf unter Wasser, verschwand auch das nervige Geräusch der Kettensägen. Wir tauchten mit Richtung 90° ab und erreichten nach einigen Minuten die Mergelwand. In 29 m Tiefe, unterhalb der Wand Richtung Süden, ein paar Flossenschläge weiter, erschien die zur Mergelwand zeigende Bugkaffe des Wracks. Heute waren wir wieder die ersten Taucher am Wrack und hatten ungetrübte Sicht über große Abschnitte des gut erhaltenen Kaffenkahns. Bei bis zu 15 m Sichtweite, konnten wir einige Fotos und Filmaufnahmen machen.

Kaffenkahn Dornbusch
Ladung und Dach der Hütte auf dem Kaffenkahnwrack am Dornbusch im Werbellinsee

Als wir das Heck des Wracks in 37 m Tiefe erreichten, kamen uns langsam die Lichter des zweiten Tauchteams entgegen. Ein fantastischer Anblick, der die Dimension des ca. 40 m langen Kaffenkahns verdeutlichte. Nach einigen Minuten Deko und einer knappen Stunde Tauchzeit im 5 °C kühlen Wasser, erreichten wir wieder die Oberfläche. Klasse Tauchgang!

Kap Horn

Kaffenkahn Kaffe
Auseinander klaffende Kaffe eines Kahns am Kap Horn im Werbellinsee

Nach einer Aufwärmpause in der Ferienwohnung machten wir uns auf dem Weg zur anderen Seite des Sees, zum sogenannten Kap Horn. Am bewaldeten Ufer der Landspitze Kap Horn steht ein eckig geschlagener Granitstein. Nahe dieser Landmarkierung sind wir bis auf 17 m abgetaucht und dann mit unseren DPVs Richtung Norden, bis in eine Tiefe von 24 m gefahren. Mit diesen ungenauen Angaben aus dem Internet konnten wir aber leider keine Kaffenkähne finden. Wir nahmen Kurs Richtung Ufer und fanden nach einiger Zeit direkt unterhalb des Hangs, in 14 m Tiefe, das Wrack eines Kaffenkahns. Die Suche nach den Resten des Kahns in 12 m Tiefe war leider erfolglos. Etwas enttäuscht, aber auch glücklich, wenigstens dieses eine Wrack gefunden zu haben, tauchten wir nach einer knappen Stunde wieder auf.

Einstieg Märchenwiese, Tauchplatz Puddingberge

Mergelformation
Mergelformation, sogenannte Puddingberge im Werbellinsee

Von Eichhorst aus, an der Westseite des Werbellinsees, ca. 5 km Richtung Norden, befindet sich auf der linken Seite ein Parkplatz mit einer überdachten Bank-Tisch-Kombination. An der Bucht auf der Seeseite ist die kleine, sogenannte Märchenwiese

Mergelformation
Wirken abstrakt, die Puddingberge im Werbellinsee

Vom Einstieg aus sind wir mit den Scootern an der Wasseroberfläche bis zur Boje rechts der Bucht gefahren. Diese Boje war vom Einstieg aus noch nicht zu sehen. Am Bojenseil sind wir auf ca. 4 m abgetaucht und in Richtung 120° gefahren. In einer Tiefe von ca. 25 m haben wir einige Puddingberge entdeckt. Sie waren teilweise 3 m hoch. Sehr imposante Hügel aus Mergel in unterschiedlichsten Formen. Auch auf dem Rückweg haben wir die steil abfallende Mergelwand zwischen 17 m und 30 m und die Reste eines Kaffenkahns in 20 m Tiefe nicht gefunden. Wir waren vielleicht doch zu weit südlich abgetaucht.

Kap Horn

Kaffenkahn Wrack
Gut erhaltener Kaffenkahn am Kap Horn im Werbellinsee

So leicht geben wir nicht auf. Deswegen stiegen wir für unseren letzten Tauchgang im Jahr wieder vor Kap Horn ins Wasser. Wir sind vor dem Landmarkierungsstein abgetaucht und diesmal der 14 m Tiefenlinie um die Landspitze gefolgt. Nach ein paar Minuten Fahrt, waren wir am Kaffenkahn vom Vortag. Wir tauchten bis zum Maststuhl und nahmen von dort Kurs 10°. Nach wenigen Scooter-Minuten kamen wir am Heck eines sehr gut erhaltenen Kaffenkahns in 24 m Tiefe an. Etwa 10 m weiter rechts lag ein zweiter halber Kahn mit aufgerissener Kaffe.

Wir waren total happy doch noch diese beiden Wracks gefunden zu haben. Wir widmeten den Kähnen fast die gesamte Tauchzeit. Bei dem gut erhaltenen Wrack stand sogar noch eine Holzwand der Schiffer-Hütte. Viele Teile lagen auf und neben dem Wrack. Die Bugkaffe ist schlank und ragt graziös vom Seegrund empor. Alles war sehr schön anzusehen und wir konnten kaum von den Wracks lassen. Die Kälte und unser Atemgasvorrat, zeigten uns die Grenze für diesen schönen Tauchgang, bei bester Sicht von mehr als 15 m.

Sonnenuntergang
Sonnenuntergang nach unserem Tauchgang am Kap Horn des Werbellinsees

Beim Verpacken der Ausrüstung wurden wir noch mit einem schönen Sonnenuntergang belohnt. Glücklich in so herrlicher Natur aktiv zu sein und mit den Gedanken an die gerade erlebten Tauchgänge, stellte sich tiefe Zufriedenheit ein. Etwas geschafft von den beiden Tauchtagen machten wir uns auf den Heimweg. Eins ist klar, im Werbellinsee werden wir noch weitere Tauchgänge machen.

Scooter vorbereiten
Scooter klar machen, auf dem Parkplatz zum Tauchplatz Märchenwiese am Werbellinsee

Mit dem Suex Scooter XJoy 14 im Helenesee

Taucher mit Suex Scooter
Jürgen beim Scootern im Helenesee

Mitte März waren wir zu einer zweitägigen Tour am Helenesee. Jürgen und ich haben uns zwei neue Suex Scooter gekauft. Unser Händler, Thomas von TEC-Divesysteme, hat uns zum Start eine kurze Einweisung in die Wartung und Nutzung der Unterwasserantriebe gegeben. Thomas ist auch Mitglied im Tauchclub Fürstenwalde. Der Club hat am Nordweststrand des Helenesees ein Vereinshaus. Es hat eine eigene Füllanlage, Zugang zum See, Schlafgelegenheiten und was sonst noch zu einem ordentlichen Vereinsheim gehört. Echt super, wie dieser Verein aufgestellt ist. Wir durften mit Thomas zwei Tage am Helenesee verbringen, um unsere neuen Scooter ausgiebig zu testen.

Taucher mit Scooter XJoy 14
Bitte lächeln – kurz vor dem Abtauchen

Mit auf dem Programm stand selbstverständlich auch ein Fotoshooting. Das Fotomaterial wollte Thomas auch für seine Werbung im Web verwenden. Bei den bescheidenen Sichtverhältnissen, war das ziemlich problematisch. Wir hatten nur 3 m bis 5 m Sicht, nicht viel für den Helenesee.

Neue Herausforderungen im Team

Wrack Tretboot
Am Wrack eines Tretbootes

Schneller unterwegs bedeutet auch, höhere Aufmerksamkeit. Die Wahrscheinlichkeit sich zu verlieren steigt bei dieser Sicht und Geschwindigkeit erheblich, wie auch geschehen.
Das Warten, Hören und Leuchten unter Wasser, brachte nichts – kein Taucher mehr da. Nach einiger Zeit hieß es langsam auftauchen und an der Wasseroberfläche Ausschau halten – keine Taucher zu sehen. Dafür aber Kitesurfer, die mit hoher Geschwindigkeit, sehr Nahe kamen – viel zu gefährlich. Also schnell wieder abtauchen. So wurden aus einem Tauchteam, drei Solotaucher.

Bewährungsprobe

Das Proplock-System von Suex hatte sich unter Wasser bereits bewährt. Bei einem Scooter hatten sich Wasserpflanzen um die Propellerwelle gewickelt. Jürgen konnte den Propeller lösen, abdrehen, die Pflanzen entfernen, den Propeller wieder aufstecken, fixieren und war wieder fahrbereit.

Autowrack Helenesee
Am Pkw-Wrack Citrön

Fische bekamen wir keine zu sehen. Dafür sahen wir einige Wracks, wie ein Auto, Ruderboote, Tretboote, außerdem eine Taucherglocke, ein nach gebautes U-Boot, eine Plattform und Braunkohle an steil abfallenden Hängen.
Im Wesentlichen übten wir das Fahren mit dem Scooter. Es ist noch sehr gewöhnungsbedürftig und etwas verkrampft. Mit viel Übung wird es leichter, so versicherte uns Thomas zuversichtlich.

Taucherglocke
Taucherglocke im Helenesee
Taucher
Ralph mit Scooter
U-Boot
Nachbauwrack eines U-Bootes im Helenesee. So in etwa war die Sicht wirklich. Die anderen Fotos wurden bearbeitet.