Tauchen im Kreidesee 2018


Wir tauchen im Kreidesee Hemmoor und nehmen euch im Video mit auf eine Reise durch drei Jahreszeiten. Ihr seht Szenen aus unseren Tauchtouren im März, August und Oktober. Die jahreszeitlichen Veränderungen unter Wasser sind gut zu sehen. Wir sind mit den Scootern gefahren und zu Fuß getaucht. Unsere Tauchgänge führten uns zu den Unterwasser-Highlights: Steilwand bei Einstieg 1 und Einstieg 5, Wrack Hemmoor, Rüttler, Treppen unterhalb vom Rüttler und auf der anderen Seeseite in der Nähe der Förderbandgestelle, Segelyacht, Versorgungsleitungen, Autowracks und Wohnwagen, Unterwasserwald zwischen Einstieg 1 und Einstieg 3, sowie Männerwald auf der anderen Seeseite bei Einstieg 5. Es gibt viel zu sehen, zwölf Minuten Kreidesee Hemmoor.

Kreidesee Hemmoor – DIR-Treffen 2018

Flugzeugwrack
Das neue Flugzeug schwebt in 10 m Tiefe bei Einstieg 0 im Kreidesee

Jedes Jahr im Oktober findet das DIR-Germany Treffen im Norden statt. Wir sind diesmal bereits am Freitag früher angereist, um noch einen Tauchgang zu machen. Freitags war es noch nicht überfüllt am See und wir unternahmen einen schönen entspannten Tauchgang vom Einstieg 2. Wir nutzten unsere Scooter um zum Wrack der Hemmoor zu fahren. Dabei sind wir an der Betonbombe in 21 m Tiefe vorbei und danach langsam weiter abwärts Richtung Treppen. Die Steigleitungen passierten wir in 47 m Tiefe. Die Sicht war so gut, dass wir die beiden Leitungen bis zum Grund des Kreidesees sahen. Danach ging es allmählich wieder den Steilhang hinauf, mit Kurs Wrack Hemmoor.

DIR-Treffen
Begrüßung beim DIR-Treffen 2018

Am nächsten Morgen war dann die offizielle Begrüßung zum DIR-Treffen. Wir haben das genutzt, um mit einigen Leuten ins Gespräch zu kommen. So z.B. Christian Howe, ein Biologe und Forschungstaucher, den die meisten sicherlich aus Dokumentarfilmen kennen. Oder Keith Kreitner, mit dem wir über das Tauchteam „Wreck Explorers“ und die Reparatur von Trockentauchanzügen sprachen.
Im Anschluss fanden drei Workshops statt, die Themen Sitemount, Field Repair und Löten.
Danach hatten Jürgen und ich noch Zeit für einen Tauchgang, der Klassiker – Treppen, Rüttler, Unterwasserwald.

Auf der Abendveranstaltung präsentierten einige ihre Tauchprojekte. Die Suche eines Flugzeugs Typ Junker in Norwegen, die Erforschung des Wracks Mars in der Ostsee, die Identifikation des Wrack X bei den friesischen Inseln der Nordsee und Höhlentauchen abseits des Tauchrourismus in Mexiko, machten den Abend zu einer sehr interessanten und gelungenen Veranstaltung mit einhundertfünfzig Teilnehmern.

DIR-Treffen
Volles Haus, zwischen den Vorträgen der Abendveranstaltung.
Unterwasserwald
Unterwasser „Männer-Wald“ im Kreidesee bei Einstieg 5

Sonntag haben wir zwei weitere Tauchgänge unternommen. Zuerst sind wir mit den Scootern von Einstieg 2 in 25 m Tiefe über den See gefahren. Auf der anderen Seite befindet sich der so genannte Männer-Wald, große, kräftige Bäume. Wir sind in 35 m Tiefe über die Baumkronen hinweg gefahren. Das war schon ein mystischer Anblick. Die alten schwarzen Hölzer wirken skurril und heben sich sehr gut vom hellen Kreidesteilhang ab. Nächstes Mal wollen wir mit Trimix dort tauchen und unseren „Waldspaziergang“ tiefer fortsetzen.

Der Abschlusstauchgang war Entspannung pur, relaxt zur Betonbombe in 43 m Tiefe, danach langsam den Steilhang hinauf Richtung Rüttler und durch den Unterwasserwald zurück. Diesmal natürlich zu Fuß, also ohne Scooter, zur Entschleunigung so zu sagen…
Die Sicht im Kreidesee war wieder klasse. Wir hatten meist bis 15 m Sicht, an entlegenen Stellen auch mehr als 20 m.

Fotogalerie Kreidesee Hemmoor 2018

Direkt zur Diashow

Taucher im Unterwasserwald Kreidesee Hemmoor
Im Unterwasserwald zwischen Einstieg 2 und Einstieg 3 im Kreidesee Hemmoor

Anfang August sind wir wieder im Kreidesee Hemmoor abgetaucht. Viele Seen haben durch die intensive Sonnenstrahlung in diesem Sommer mit einer starken Algenblüte zu kämpfen.
Wir waren überrascht, wie gut die Sicht im Kreidesee ist. Selbst im flachen Wasser hatten wir gute 15 m Sicht, teilweise mehr.

Wir sind mit unseren Scootern auf der anderen Seeseite unterwegs gewesen. Dabei führte uns der Weg zum Männerwald bei Einstieg 5. Der Anblick der skurrilen, kräftigen Bäume und die sehr gute Sicht von mehr als 25 m, haben uns in Staunen versetzt. Wir schwebten in 43 m Tiefe über den Baumkronen und konnten in einiger Entfernung weiter Bäume und Büsche am Hang betrachten. Unten auf dem Grund entdeckten wir eine Betonmauer aus Tagebauzeiten. Leider hatten wir hier nicht gefilmt, das haben wir uns aber fürs nächste Mal vorgenommen.

Ein ganzes Ende weiter, unterhalb der Förderbandstützen, fanden wir das Treppensegment in 22 m Tiefe. Die Klassiker, wie die Betonbomben, Yacht Hemmoor, Rüttler, Trepppen, Förderband, Rührwerkstütze und eine Seeumrundung, standen natürlich auch auf unserem Programm.

Einige Fotos dieser Diashow stammen von unseren Tauchgängen im März.