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Tauchen leben

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Sichtweiten

Kreidesee, 08.10.2017
Tauchplatz: Hemmoor, Einstieg 2

15.0 m - 25.0 m Sicht, erreichte Tiefe 55.5 m, sehr klar am Wrack der Mahusan und am unteren Steilhang Richtung E4

Schweriner See, 23.09.2017
Tauchplatz: Görslow, Görslow Ausbau unterhalb Ortsmitte

6.0 m - 8.0 m Sicht, Sprungschicht bei 17.0 m, darunter 1.0 m - 2.0 m Sicht, erreichte Tiefe 18.3 m, ab 17 m schlechte Sicht, tausende Jungbarsche

Schweriner See, 16.09.2017
Tauchplatz: Görslow, Görslow Ausbau unterhalb Ortsmitte

6.0 m - 8.0 m Sicht, erreichte Tiefe 11.0 m, sehr sonnig, dadurch im Flachen besonders gute Sicht

Schweriner See, 05.09.2017
Tauchplatz: Görslow, Görslow Ausbau unterhalb Ortsmitte

4.0 m - 6.0 m Sicht, Sprungschicht bei 13.0 m, darunter 4.0 m Sicht, erreichte Tiefe 21.7 m, zweite Sprungschicht bei 17,5 m darunter klar und dunkel

Förstergrube, 20.08.2017
Tauchplatz: Sandersdorf, Tauchclub Delitzsch

5.0 m - 7.0 m Sicht, erreichte Tiefe 8.4 m, Sicht schwankte etwas, je nach Tauchbereich

Gewässerbeschreibung - Arendsee

Lage, Fläche, Tiefen, Pflanzen, Tiere

Der Arendsee liegt im Norden von Sachsen-Anhalt in der Region Altmark. Am Süd-Ostufer des Sees befindet sich die gleichnamige Stadt Arendsee, in der auch der Tauchclub ansässig ist.
Der See hat eine Fläche von ca. 5,14 km², auf seiner West-Ost-Ausdehnung misst er ca. 3,3 km und auf der Nord-Süd-Strecke ca. 2 km.
Die tiefste Stelle von ca. 48,7 m befindet sich im Nord-West-Bereich, aber auch sonst ist der Arendsee im Mittel 28,6 m tief und gehört zu den tiefsten Seen Norddeutschlands. Außer im Norden, fällt der Grund des Sees schnell ab, größere Tiefen können problemlos vom Ufer aus erreicht werden.
Die Vegetation Unterwasser ist spärlich. Teilweise säumen Schilfgürtel das Ufer, großenteils ist der See von Wald umgeben.
Die typischen einheimischen Fischarten gibt es auch im Arendsee. Flussbarsch, Kaulbarsch, Aal, Plötz, Rotfeder, Brachse haben wir selbst gesehen. Hecht und Karpfen sollen hier auch noch heimisch sein. Als Besonderheit sei noch die Kleine Maräne erwähnt, ein sehr köstlicher Speisefisch.

Entstehung

Der Arendsee entstand durch einen Erdfall (Seefall). Unter dem See befindet sich der Dom eines Salzstockes. Die Steinsalzformation wurde im Laufe der Zeit durch Grundwasser gelöst (Ablaugung), es bildeten sich Hohlräume. Durch mehrere Einbrüche des Deckgebirges, zuletzt 1685, entstand der Arendsee in seiner heutigen, ovalen Form.

Sichtweiten und mehr

Winter: 2-3 m, teils auch darüber
Kommentar:
Die Sichtweiten ändern sich vorwiegend mit den Jahreszeiten. Im Winter wird das Wasser an der Oberfläche klarer und im tieferen etwas schlechter, so das man fasst von einer gleichmäßigen Sicht ausgehen kann. Trotzdem können wir Taucher Sichtweiten von 2-3 m, teilweise auch besser, erwarten. Milde Winter lassen den See oft nicht zur Ruhe kommen. Frostperioden, die den See zufrieren lassen, blieben in den letzten Jahren aus. Die Aufklarung des Wassers wird dadurch erschwert.
Sommer: 20 cm bis 2 m oberhalb der Sprungschicht und 4 m, selten bis 8 m darunter
Kommentar:
Im Sommer ist gut erkennbar, dass der Arendsee nährstoffreich ist. Das Oberflächenwasser ist grün, die Sicht beträgt oft weniger als 1 m. Da heißt es durchtauchen, denn unterhalb dieser Wasserschicht ist das Wasser oft glasklar aber dunkel - ein Nachttauchgang am Tage. Im Arendsee solltest du generell nicht ohne Lampe tauchen gehen.

Wasserqualität

Bei Untersuchungen des Seewasser wurde ein hoher Gesamtphosphorgehalt (2005: 88 µg/l) nachgewiesen, was wahrscheinlich auf die ungeklärte Abwassereinleitungen vergangener Jahrzehnte (endete in den 1970iger Jahren) zurückzuführen ist. Zudem ist der Arendsee ein beliebter Platz für Zugvögel. Er dient als Rastplatz, aber auch zur Überwinterung für Wildgänse und Wildenten. Der Kod dieser Vögel spickt den Grund des Arendsees. Als Taucher können wir diese Ausscheidunge, selbst bei Tauchgängen vom Ufer aus sehen. Wie sieht es erst in der Mitte des Sees aus, wo sich die Vögel meist aufhalten? Nachteilig für die Regenerierung ist außerdem die Tatsache, dass es keine wesentlichen Zu- und Abflüsse gibt. Es wurde eine Wasseraustauschphase von 100 Jahren prognostiziert.
Ich persönlich bin der Meinung, mit der heutigen Belastung durch Badegäste, Wassersportler und Vögel, würde der Arendsee wahrscheinlich klar kommen. Die lang andauernde Einleitung ungeklärter Abwässer hingegen ist für jedes Gewässer pures Gift.
Durch mehrere Seesanierungsprojekte wurde in der Vergangenheit versucht, das Problem in den Griff zu bekommen. Ein neues Projekt war im Gespräch: Die Zugabe von Aluminiumsulfatlösung, soll eine chemische Nährstoffausfällung bewirken. Wenn es dazu kommt, wünsche ich gutes Gelingen. Im Seebad Arendsee wird auf großen Schautafeln dargestellt, welche Maßnahmen zur Erhaltung des Sees durchgeführt wurden. Auch das neu angedachte Projekt wird beschrieben.

Erstellt: 28.05.2008
Aktualisiert: 15.09.2014

Erstellt: Ralph, 23.11.2016

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