poseidon dive sports

Faszination Tauchen

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Sichtweiten

Schweriner See, 09.12.2017
Tauchplatz: Görslow, unterhalb Ortsmitte

10.0 m - 15.0 m Sicht, erreichte Tiefe 18.6 m, mit Sonne im Flachen teilweise 20 m Sicht

Schweriner See, 02.12.2017
Tauchplatz: Görslow, unterhalb Ortsmitte

10.0 m - 15.0 m Sicht, erreichte Tiefe 23.2 m, mit aufklarendem Wetter, wurde die Sicht noch besser

Schweriner See, 25.11.2017
Tauchplatz: Görslow, unterhalb Ortsmitte

10.0 m Sicht, erreichte Tiefe 22.1 m, trübes Wetter, scheinbar etwas weniger Sichtweite

Schweriner See, 18.11.2017
Tauchplatz: Görslow, unterhalb Ortsmitte

10.0 m - 15.0 m Sicht, erreichte Tiefe 22.3 m, oben aufgewühlt durch Wind und Wellen, aber unten 15 m Sicht und hell

Wildschütz Steinbruchsee, 04.11.2017
Tauchplatz: Wildschütz, Mockrehna, Tauchschule Volker Buder

15.0 m Sicht, Sprungschicht bei 20.0 m, darunter 15.0 m - 20.0 m Sicht, erreichte Tiefe 52.7 m, dunkel, aber sehr klar

Im Bergwerk Kleinenbremen

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Bahnstrecke im Bergwerk Kleinenbremen Anfang Februar sind Jürgen und ich zum Bergwerk Kleinenbremen bei Porta Westfalica gefahren. Die untertage schräg abfallenden Abbaufelder sind zum Teil mit Wasser gefüllt. Wir sind in dem klaren Wasser abgetaucht und konnten echtes Höhlengefühl genießen.
Nach der Anmeldung und der Einweisung ging es auch gleich los, umziehen, alles aufrödeln und auf die Grubenbahn verladen. Wir konnten noch ein paar Fotos machen und schon ging die Fahrt mit der Grubenbahn 800 m in den Berg.

Von der Endstation mussten wir die Ausrüstung noch ca. 150 m einen Hang und mehrere Treppen hinab zum Bergwerksee tragen. Das Gewässer ist mit Unterwasserscheinwerfern, die von unten zur Wasseroberfläche stahlen, beleuchtet. Dadurch erscheint das klare Wasser blau, namensgebend für die Blaue Lagune.
Dieses Drittel des Abbaufeldes ist als freie Wasseroberfläche zu sehen, die anderen zwei Drittel befinden sich unterm Fels. Das ganze bildet Unterwasser ein Abbaufeld mit ca. 90 m Breite und ca. 60 m Länge. Die Länge setzt sich mit einem riesigen Trockenbereich weiter schräg nach oben, von wo wir gekommen sind, fort. Trockenbereich ist nicht ganz richtig, es herrscht immer eine Luftfeuchtigkeit von 90%. Alles was mit untertage genommen wird, beschlägt sofort.

Strecke im Bergwerk Kleinenbremen Bei unserem ersten Tauchgang sind wir vom Einstieg quer durch das Abbaufeld getaucht, um am unteren Ende durch ein Rollloch in die Strecke zu gelangen. Die Strecke ist einer der Gänge, die sich quer durch das gesamte Bergwerk ziehen. Und das ist sehr weit, es hat eine Ausdehnung von ca. 8 km. Früher ist hier eine Lorenstrecke gewesen. Die Loren wurden durch die Rolllöcher mit dem Abbaumaterial befüllt und zu Tage gefördert. Unterhalb des Abbaufeldes, also knappe 90 m weit, konnten wir durch diese Strecke tauchen. Die Rolllöcher zum Ein-und Austauchen waren frei von Holzeinbauten. Aber zwischendurch gab es noch originale Holzschütten zu entdecken. Die Strecke ist ca. 2,50 m breit und im Mittel ca. 2 m hoch. Sehr interessant und spannend dort entlang zu tauchen. Auch die Geräusche der Blasen unseres Atemgases, machten uns bewusst, dass wir uns in einem Overhead Environment befinden, eine tolle Erfahrung.
Im Anschluss erkundeten wir das geräumige Abbaufeld, welches eine Deckenhöhe von ca. 7 m bis 8 m hat. Das verschaffte den Eindruck in einer gigantischen Kathedrale zu tauchen. Wir riskierten noch einen Blick durch ein Loch in das nebenliegende Abbaufeld. Natürlich taten wir das mit dem Hintergedanken, in diesem so genannten Dark Room, unseren zweiten Tauchgang zu machen. Nach ungefähr einer Stunde sind wir zufrieden, mit einem Lächeln im Gesicht, wieder aufgetaucht.

In unserer Mittagspause gab es gegrillte Würstchen, heiße Getränke und jede Menge zu erzählen. Nachdem wir alles für unseren zweiten Tauchgang abgesprochen hatten, fuhren wir wieder in den Berg ein.

Strecke im Bergwerk Kleinenbremen Das zweite Abbaufeld ist nur für Höhlentaucher oder mit Führung zu betauchen. Wir sind wieder quer durch das erste Abbaufeld getaucht, dann aber durch das Loch in der Wand, hinein in den Dark Room. Hier sind wir der Leine gefolgt, vorbei an einigen Relikten der Abbauzeit. Sehr interessant, super klares Wasser und noch mehr Höhlengefühl. Wir sahen alte Gemäuer, was wohl damals ein Maschinenraum war. Ein großer Metallhebel war noch an der Wand montiert. Ein Stück weiter lag eine große Umlenkrolle, vielleicht von einer Seilzuganlage. Dahinter sind wir durch zwei engere Bereiche, weiter der Bergwerkdecke und der Leine folgend, nach oben getaucht. Auf dem Rückweg war es geräumiger, hier und da lagen Metall- oder Holzteile und unsere Lampen leuchteten extrem weit. Nach 45 min sind wir wieder an dem Loch angekommen, durch welches wir in das Abbaufeld der Blauen Lagune getaucht sind.
Zwischendurch haben wir immer wieder Fotos und Videos von der Umgebung, uns und den anderen Tauchern gemacht.

Das Bergwerktauchen war schon eine besondere Erfahrung, spannend, sehr interessant und sehr schön. Der Slogan von Trevor, dem Tauchcenter-Inhaber vom Trevpunkt - Es ist dunkel, es ist dreckig, es ist nass, es ist kalt und es ist geil! – hat sich bewahrheitet. Total glücklich über den Verlauf dieser Tauchtour war uns klar, hier wollen wir bald wieder abtauchen.

Weitere Informationen über das Tauchen im Bergwerk Kleinenbremen gibt es auf der Webseite vom Tauchcenter Der Trevpunkt.

Erstellt: Ralph, 15.02.2017
Aktualisiert: 13.09.2017

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