Fotogalerie Kreidesee Hemmoor 2018

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Taucher im Unterwasserwald Kreidesee Hemmoor
Im Unterwasserwald zwischen Einstieg 2 und Einstieg 3 im Kreidesee Hemmoor

Anfang August sind wir wieder im Kreidesee Hemmoor abgetaucht. Viele Seen haben durch die intensive Sonnenstrahlung in diesem Sommer mit einer starken Algenblüte zu kämpfen.
Wir waren überrascht, wie gut die Sicht im Kreidesee ist. Selbst im flachen Wasser hatten wir gute 15 m Sicht, teilweise mehr.

Wir sind mit unseren Scootern auf der anderen Seeseite unterwegs gewesen. Dabei führte uns der Weg zum Männerwald bei Einstieg 5. Der Anblick der skurrilen, kräftigen Bäume und die sehr gute Sicht von mehr als 25 m, haben uns in Staunen versetzt. Wir schwebten in 43 m Tiefe über den Baumkronen und konnten in einiger Entfernung weiter Bäume und Büsche am Hang betrachten. Unten auf dem Grund entdeckten wir eine Betonmauer aus Tagebauzeiten. Leider hatten wir hier nicht gefilmt, das haben wir uns aber fürs nächste Mal vorgenommen.

Ein ganzes Ende weiter, unterhalb der Förderbandstützen, fanden wir das Treppensegment in 22 m Tiefe. Die Klassiker, wie die Betonbomben, Yacht Hemmoor, Rüttler, Trepppen, Förderband, Rührwerkstütze und eine Seeumrundung, standen natürlich auch auf unserem Programm.

Einige Fotos dieser Diashow stammen von unseren Tauchgängen im März.

Die Extraklasse – Steinbruchsee Wildschütz

E-Motor
Der E-Motor im flachen Pumpenhaus in 43 m Tiefe im Wildschütz

Endlich hat es geklappt. Seit Jahren schon wollte ich zum Wildschütz bei Mockrehna in Sachsen. Anfang November war es nun so weit. Volker, Jürgen und ich haben uns an einem Wochenende bei der Tauchschule von Volker Buder, direkt am ehemaligen Steinbruch Wildschütz, getroffen, um ein paar schöne Tauchgänge zu machen.
Gleich am Freitagabend planten wir unsere Tauchgänge für den nächsten Tag. Wir übernachteten in den Gästezimmern vor Ort.

Tauchgang zum Blockhaus

Nach einem guten Frühstück am Samstag, von Volker selbst zubereitet, haben wir unsere Ausrüstung vorbereitet. Vor uns lag eine Schwimmstrecke von 240 m auf die andere Seite des Sees. Dort befindet sich die Boje mit der Leine, die uns direkt zum Blockhaus in 55 m Tiefe führte. Ziemlich anstrengend mit einem Doppel-12 auf dem Rücken und zwei Stages an der Seite. Aber wir haben uns Zeit gelassen und vor dem Abtauchen unseren Puls auf ein normales Niveau gebracht. Belohnt wurden wir mit guter Sicht und ab 20 m Tiefe war das Wasser richtig klar. Hier unten ist es sehr dunkel, die Leuchtweite unserer Lampen betrug ca. 15 m. Es ist schon sehr interessant die Relikte aus der alten Tagebauzeit zu betrachten. Nach unserer Grundzeit sind wir an der schroffen Felswand entlang langsam durch einen Unterwasserwald ausgetaucht. Plötzlich kam von der Seite etwas Großes angeschwommen. Erst dachte ich, es ist ein Stör, aber nein, es war ein großer Hecht. Vor mir tauchte Volker, die äußerst große Hechtdame ist genau unter ihm durch nach vorne weg getaucht. So etwas hatte ich noch nicht erlebt und Volker wusste auch nicht was ihm geschah.

Das flache Pumpenhaus

Pumpenhaus
Das flache Pumpenhaus in 43 m Tiefe im Steinbruchsee Wildschütz – die Fenster und Luken

Der zweite Tauchgang am Nachmittag führte uns zum flachen Pumpenhaus in 43 m Tiefe. Ein großer Elektromotor steht an der Eingangstür. Das Bergen des Motors ist wohl wegen des hohen Gewichts gescheitert. Beindruckend ist der gute Zustand des Pumpenhauses. Die Tür und Fensterläden aus Holz sind sehr gut erhalten. Auch die Gussgitterverglasung des kleinen Fensters ist noch ganz. Wieder sind wir an der Steilwand, teilweise durch alte Bäume hindurch, langsam ausgetaucht.

Den Tag haben wir mit einem gemeinsamen Grillabend ausklingen lassen, bis es draußen schließlich doch zu kalt wurde.

Der Weg im Steinbruch

Sonntag sind wir wieder am flachen Pumpenhaus (43 m) abgetaucht und von dort einem ehemaligen Weg am Grubenrand entlang, durch einen Wald gefolgt. Das war sehr beeindruckend. Die Baum- und Buschkronen schlossen sich oberhalb des Weges über uns und wir hatten das Gefühl durch eine Röhre aus dicken Ästen zu tauchen. Die Vorstellung, wie Bergbauarbeiter diesen Weg durch den kleinen Wald vom Pumpenhaus Richtung Blockhütte gingen, machte unseren Tauchgang in 48 m Tiefe zu einem echten Erlebnis. Der Rückweg führte uns durch weitere Baumkronen an der bizarren Felswand entlang. Die Sicht war echt klasse. Von der Tiefe nach oben blickend, konnten wir große Bereiche der Felswand überblicken. Es war dunkel, doch im grünen Dämmerlicht Richtung Oberfläche brachen sich die Felskannten. Ein sehr schöner Anblick, für den man sich ausreichend Zeit nehmen sollte.

Entspanntes Austauchen

Unterwasserstation
Die Unterwasserstation an der Oberfläche im Steinbruchsee Wildschütz, Foto: Jürgen

Den letzten Tauchgang sind wir direkt am Einstieg abgetaucht und entspannt im bewachsenen Flachwasserbereich zurückgekommen. Wir hatten die Hoffnung, im Flachen noch weitere Fische zu entdecken. Leider hatten wir dabei kein Glück.

Unsere vier Tauchgänge führten uns in 45 m bis 55 m Tiefe, drei davon machten wir mit Trimix. Für mich waren die Tauchgänge besonders interessant, weil ich den See noch gar nicht kannte und auch jetzt nur in Ansätzen kenne. Nächstes Jahr werden wir wieder in die dunklen Tiefen des Wildschützes abtauchen.

Kleine Felssteilwand – Arendsee

Steilwand
Kleine Steilwand

Vom Einstieg rechts, ungefähr auf Höhe des Anglerheims, befindet sich die Steilwand in einer Tiefe von 15,5 m an der höchsten und 20,5 m an der tiefsten Stelle. Nun könnte man denken sie ist 5 m hoch, leider ist das nicht der Fall. Die Oberkante der Felswand verläuft über eine Strecke von geschätzten 100 m, in der Tiefe 15,5 m bis 20 m schräg. Der größte Höhenunterschied liegt etwa mittig. Hier fällt der Fels von 17 m auf 20 m Tiefe ab. Es empfiehlt sich mit ausreichend Abstand zur Wand, die Felskante hintereinander zu betauchen. So kann jeder mehr von diesem Abbruch sehen. Ober- und Unterhalb des Felsens ist der Seeboden mit Sediment bedeckt. Wer hier gut tariert, mit geeignetem Flossentechnik taucht, wird auch auf dem Rückweg noch gute Sicht haben. Am Beginn der Felskante liegt in 18 m Tiefe, unterhalb der Steilwand, auf schlammigen Grund, das Wrack eines Holzbootes. Die Tiefenangaben können je nach Wasserstand des Arendsee geringfügig abweichen.

Wrack
Wrack unterhalb der Steilwand
Steilwand
Fischversteck in der Steilwand
Steilwand
Steilwand, Sicht von oben
Steilwand
Steilwand, Sicht von oben
Ruderboot Wrack
Ruderbootwrack unterhalb der Steilwand, Foto: Jan Börner
Ruderboot Wrack
Ruderbootwrack, Foto: Jan Börner
Steilwand
Steilwand, Sicht frontal