Zander bewachen Eiergelege

Zander bewacht sein Eiergelege

Zander am Eier-Gelege
Dieser Zander bewacht sein Eiergelege und verteidigt es, wenn es sein muss

Nun tauchen wir schon so viele Jahre. Doch das Zander ihr Gelege bewachen und verteidigen, kannten wir bisher nur aus Dokumentationen im Fernsehen oder Büchern.

Ende Mai bin ich mit Wulf im Schweriner See abgetaucht. Bei unseren beiden Tauchgängen haben wir insgesamt drei große Zander gesehen, die ihren Nachwuchs bewacht haben. Einem sind wir anscheinend zu nahe gekommen. Der Raubfisch griff an und hat meine Kamera attackiert. Auch Wulf ist wohl zu dicht vorbei geschwommen und musste sich einen Angriff gefallen lassen.

Damit hatten wir nicht gerechnet

Bei diesen Tauchgängen hatte ich nur meine Kompaktkamera dabei. Aber so ist das, gerade dann gibt es etwas zu sehen und die gute Videotechnik liegt zu Hause im Schrank.
Trotzdem waren es schöne Tauchgänge und wir waren froh, dass Verhalten der Zander einmal live zu erleben. Ein paar Bilder konnten wir ja machen.

Wrack Maschaftsboot
Das Wrack eines Manschaftsbootes im Schweriner See in 16 m Tiefe, bei der Tauchbasis in Raben Steinfeld

Kalt aber klar – Im Kreidesee Hemmoor

Wrack Hemmoor Kreidesee

LKW Rüttler Kreidesee
Der LKW auf der Brücke zum Rüttler im Kreidesee

Endlich war unsere frostige, winterliche Pause vorbei. Jürgen und ich haben uns Mitte März am Kreidesee Hemmoor getroffen. Diesmal sind wir schon Freitag früh angereist, um den Tag für zwei Tauchgänge zu nutzen.

Alle Tauchgänge an diesem Wochenende begannen wir am Einstieg 2.

Freitag

Unser erster Tauchgang führte uns zum Betonsilo in 43 m Tiefe. Direkt am Silo lag ein großer Saibling auf dem Grund, sehr schön anzusehen. Von dort sind wir langsam Richtung Rührwerkstütze aufgetaucht. An diesem Kollos aus Stahlbeton ist das neue Flugzeug befestigt. Von unten konnten wir die Silhouette über uns sehen. Wir sind am Stahlseil aufgestiegen und haben die Piper in 10 m Tiefe besichtigt. Die Scheiben sind schon stark mit Algen bewachsen, so dass wir kaum ins Innere blicken konnten. Im Herbst letzten Jahres war die Piper noch neu im Wasser und wir konnten alle Details im Inneren betrachten.

Nach einer Aufwärmphase in unserer Ferienwohnung sind wir ein zweites Mal zu den Treppen in 45 m Tiefe getaucht. Die Sicht auf dem Weg dorthin, aber auch an den Treppen selbst, war richtig klasse. Wir konnten sogar die unteren Treppen an der letzten Kante zum Grund genau sehen. Auch der kleine Lampenmast direkt auf dem Grund war gut zu erkennen. Das wäre die Chance für Sporttaucher in eine Tiefe zu blicken, die sonst nur den technischen Tauchern mit Trimix vorbehalten ist. Zurück führte uns der Weg durch den Rüttler und Unterwasserwald.

Treppen Rüttler Kreidesee
An der Treppe unterhalb des Rüttlers im Kreidesee

Das durchweg 4 °C kalte Wasser und die gefühlte Temperatur von -10 °C an der Oberfläche mit Ostwind, haben uns schon am ersten Tag viel abverlangt. Die Tauchgänge waren schön, aber wir waren froh wieder in der warmen Ferienwohnung zu sein.

Samstag

Beim ersten Tauchgang sind wir mit unseren Scootern zum Rüttler, vorbei an den Treppen in 45 m Tiefe und weiter zum Wrack der Hemmoor gefahren. Zurück ließen wir uns mit voller Fahrt wieder zum Einstieg 2 ziehen. Es war einfach zu kalt, um die Unterwasserwelt bei halber Fahrt zu genießen.

Nachdem wir Wärme und Kraft getankt hatten, widmeten wir noch einen Tauchgang der Videofilmerei. Da die Sicht am Rüttler und an den Treppen sehr gut war, sind wir noch einmal dorthin getaucht. Das war gleichzeitig der Test für meine neue UW-Videolampe. Ich hatte die Lampe erst vor kurzem aus Hongkong geliefert bekommen. Sie war mit 89 € recht preiswert. Ich hatte Zweifel, ob die Lampe in der Tiefe wirklich dicht sein würde. Aber es ist alles ok, sie hat den Test bestanden und ist mit 12000 Lumen sehr lichtstark.

Treppe Rüttler Kreidesee
Das Gestell, was einst die Treppe unterhalb des Rüttlers im Kreidesee getragen hat

Nichts für Frostbeulen

Wir hatten sehr schöne Tauchgänge bei Sichtweiten um 20 m. Am See war noch nicht viel los. Unterwasser sind wir Niemanden begegnet. Allerdings hat die Kälte ihr Tribut gefordert. Der kalte Ostwind war an der Oberfläche die Hölle. Die nasse Tauchausrüstung ist eingefroren. Wir mussten sie sofort demontieren, sonst hätte sich nichts mehr gedreht. Aus den Trockentauchanzügen sind wir auch kaum heraus gekommen, alles war hart.

Den fünften Tauchgang am Sonntag konnten wir gar nicht erst beginnen. Ein Wing war am Faltenschlauch komplett zugefroren. Beim Lufteinlassen hat sich so der Faltenschlauch überdehnt und das Wing ist als Tariermittel ausgefallen. Zu gefährlich bei den Temperaturen trotzdem abzutauchen und nur mit dem Trockentauchanzug zu tarieren.

Im Kulkwitzer See bei Leipzig


Ein paar Szenen unserer vier Tauchgänge im Kulkwitzer See gibt es in diesem Video zu sehen. Die Unterwasseraufnahmen entstanden an einem Wochenende im April 2017.

Wir haben alle Tauchgänge am Einstieg auf dem Campingplatz begonnen. Von dort steuerten wir mit unseren Scootern die eigentlichen Tauchziele an. Dazu gehörten das Bootswrack, einige Baurüstungen und der Flugzeugrumpf einer Piper auf Höhe der Tauchbasis Delphin. Die Karpfen waren fast immer am Einstieg zu sehen.